Samstag, 25. Februar 2017

Blattlaus bzw. Blattläuse - erkennen und bekämpfen

Insbesondere Indoor kann sich die Blattlaus schnell zur Plage entwickeln. Man trägt Eier, Larven oder sogar ausgewachsene Tiere mit Kleidung bzw. Schuhen ins Haus, wo sie sich schnell eine Wirtspflanze aussuchen und explosionsartig vermehren. Dazu kommen noch geflügelte Exemplare, die ganz von allein auf unseren geliebten Chilis landen.



Rund 3000 Arten gibt es, einige davon sogar nützlich. Leider trifft uns immer nur der Parasit.
In der Regel findet man an den Chilis grüne, braun/rote oder schwarze Exemplare vor. Meist versteckt an der Blattunterseite oder an frischen Trieben sowie Blütenansätzen. Man erkennt teilweise auch die alten Häute und klebrige Flecken am Blatt, Topf oder Boden.



Mit ihrem Saugrüssel nehmen sie Pflanzensaft auf und scheiden klebrigen Honigtau aus.
Das Saugen ist dabei noch nicht mal unbedingt das Schlimmste, sie übertragen damit auch gerne Viruserkrankungen und der Honigtau dient als Nährboden für Pilzkrankheiten.




Zur Bekämpfung gibt es verschiedene Hausmittelchen wie seifige Spülmittellösung oder Brennnesselsud, aber auch Mumpitz wie Streichholzköpfe oder Knoblauchzehen in die Erde stecken.



Garantierten Erfolg bringen sicher diverse im Handel erhältliche Chemiekeulen; da man aber die Früchte gerne noch essen möchte, rate ich eher zu natürlichen Bekämpfungsmethoden.

Hier haben sich bei mir die Produkte von Neudorff bewährt, weshalb ich diese auch empfehle.



Bei leichtem Befall reicht das auf Kaliseife basierende Neudosan Blattlausfrei.

Nachteil hierbei: Man muss die Tiere direkt mit der Brühe erwischen, da es sich um ein reines Kontaktmittel handelt. Dafür ist es aber absolut ungefährlich, es schadet Bienen und sonstigen Nützlingen nicht. Außerdem gibt es auch keine Wartezeit, man kann die eventuell vorhandenen Früchte sofort abwaschen und genießen. Man kommt damit auch sehr lange aus, da man es nur 2% nutzt. Das Fläschchen reicht somit für 25 Liter Spritzbrühe.








Leicht systemisch wirkt das imemr noch rein pflanzliche Spruzit.

Der Wirkstoff Pyrethrum aus einer Chrysanthemenart verbleibt bis zu drei Tage in der Pflanze und tötet nicht nur ausgewachsene Tiere, sondern auch deren Larven und Eier ab. Zusätzlich enthält es noch Rapsöl.

Auch hier wird 1-2%ig gemischt, sodass man aus der Flasche mindestens 12,5 Liter Spritzbrühe erhält. Das reicht sicher auch für die ganze Saison.





Quelle: Wikimedia Author: Palash90
Ebenso natürlich ist das Öl des Neem- bzw. Niembaumes, welches mit einem Emulgator (Rimulgan) in Wasser gelöst, entweder gespritzt oder gegossen wird. Man kann auch Rinde, Samen oder gemahlene Blätter unter die Erde mischen, um einem Befall gleich vorzubeugen. Erhältlich ist Neem im gut sortierten Baumarkt, ich würde als Quelle aber MoPeppers.at empfehlen. Große Auswahl, kleiner Preis und überschaubare Versandkosten. Außerdem kann man ja auch gleich noch ein paar Köstlichkeiten mitbestellen.










Außerdem gibt es noch Fressfeinde wie Marienkäfer- oder Florfliegenlarven, die zu diesem Zweck extra gezüchtet werden und im Internet bestellbar sind.
Man ordert diese Nützlingsbestellkarte und kann dann zwischen Florfliegen-Larven gg. Blattläuse und Thripse; Räuberischen Gallmücken gg. Blattläuse; Australische Marienkäfer gg. Woll-/Schmierläuse; Raubmilben gg. Spinnmilben und Schlupfwespe wählen.
Vielleicht eine Alternative für alle, die es ganz besonders natürlich haben wollen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen